Elektriker-Fachjargon leicht gemacht
Elektriker-Fachjargon leicht gemacht
von Patrik Irsigler
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Zwei Elektrikern beim Fachsimpeln zu folgen, ist oft gar nicht so leicht. Bestimmte Begriffe aus der Welt der Elektriker hört man immer wieder und da kann es nicht schaden, diese in den Grundzügen zu verstehen und in seinen Wortschatz aufzunehmen. Deshalb haben die wichtigsten Begriffe in diesem Beitrag alphabetisch zusammengetragen und kurz und verständlich erklärt.

Äußerer Blitzschutz

Der äußere Blitzschutz umfasst die Fangeinrichtungen, Ableitungsanlage und Erdungsanlage und bietet Schutz bei Blitzeinschlägen, die direkt in die zu schützende Anlage erfolgen würden.

Tipp: Mehr zum Thema Blitzschutz erfahren Sie in unserem gleichnamigen Blogbeitrag oder mit einem Klick hier.

Beleuchtungsstärke E

Unter der Beleuchtungsstärke E versteht man das Maß für das auf eine Fläche auftreffende Licht. Die Einheit ist Lux. Je besser der Raum ausgeleuchtet werden soll, desto höher muss die erforderliche Beleuchtungsstärke sein.

Drahtbruchsicherheit

Darunter versteht man in der Elektrotechnik, dass Steuerungen so ausgeführt sein müssen, dass im Falle eines Drahtbruchs von der Anlage keine Gefahr ausgehen kann. Das wird erreicht, indem man für „Ein-Funktionen“ Schließerkontakte und für „Aus-Funktionen“ Öffnerkontakte verwendet.

Erdungsanlage

Erdungsanlagen haben die Aufgabe, Ströme sicher in das Erdreich abzuleiten und dort zu verteilen. Dabei sollen Spannungsdifferenzen zwischen beliebigen Punkten der Anlage so gering wie möglich ausfallen, um den Schutz von Personen und Anlagen zu gewährleisten.

FI-Schutzschalter

Fehlerstrom-Schutzschalter, umgangssprachlich auch oft FI-Schalter genannt, tragen auf internationaler Ebene die Bezeichnung RCB (Residual Current Device). Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen schalten bei gefährlich hohen Fehlerströmen gegen die Erde die Spannung ab, wodurch lebensgefährliche Stromunfälle vermieden werden können.

G-Sicherungen

Sogenannte Geräteschutzsicherungen werden zum Schutz vor Überlast und Kurzschluss in Geräten, wie zum Beispiel Netzteilen, Fernsehgeräten oder Messgeräten, eingesetzt.

Hall-Effekt

Der Hall-Effekt wurde von Edwin Hall entdeckt und bezeichnet das Auftreten einer elektrischen Spannung in einem stromdurchflossenen Leiter, der sich in einem stationären Magnetfeld befindet. Die Spannung fällt dabei senkrecht zur Stromfluss- und auch Magnetfeldrichtung am Leiter ab und wird Hall-Spannung genannt.

Kurzschluss

Unter einem Kurzschluss versteht man eine leitende Verbindung zwischen zwei gegeneinander unter Spannung stehenden Leitern. Im Fehlerstromkreis befindet sich kein Nutzwiderstand mehr und der Strom wird nur noch vom Widerstand der Leiter begrenzt. Kommt es zu einem Kurzschluss, sorgen im Normalfall Überstromschutzeinrichtungen für ein sicheres Abschalten.

LS-Schalter

Leitungsschutzschalter können – ebenso wie eine Schmelzsicherung oder ein Leistungsschalter – einen Stromkreis bei Überlast und Kurzschluss selbsttätig abschalten. Leitungsschutzschalter werden oft anstelle von Schmelzsicherungen verwendet, da diese auch eine größere Betriebssicherheit bieten.

Überstromschutzeinrichtung

Die Überstromschutzeinrichtung unterbricht einen elektrischen Stromkreis, wenn der elektrische Strom eine festgelegte Stromstärke über eine vorgegebene Zeit hinaus überschreitet. Es gibt verschiedene Ausführungen von Überstromschutzeinrichtungen, wie die Schmelzsicherung oder den Leitungsschutzschalter.

Natürlich gibt es noch unzählige weitere spannende Begriffe aus der Welt der Elektriker, doch diese würden den Rahmen des heutigen Beitrages wohl sprengen. Gefällt Ihnen unser kleines Elektriker-Lexikon? Bei Interesse können wir uns vorstellen, ein umfangreicheres Elektriker-ABC in unsere Webseite zu integrieren.

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